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    Pressemitteilung Kreis Düren 04.02.2010

     

    Rückbau der ehemaligen Industriewäscherei Hünerbein in Düren

    Im Auftrag des Kreises Düren und des Altlastensanierungsverbandes NRW wurde Mitte Januar mit dem Rückbau der ehemaligen Betriebsgebäude auf dem Gelände der Industriewäscherei Hünerbein am Mirweiler Weg 2 in Düren-Gürzenich begonnen. Der rund 3800 Quadratmeter große Altstandort, auf dem von 1969 bis Anfang 1998 eine Industriewäscherei für Berufskleidung und gewerbsmäßig genutzte Putzlappen betrieben wurde, weist nach jahrelangem unsachgemäßem Umgang mit Betriebsstoffen erhebliche Kontaminationen des Bodens, der Bodenluft und des Grundwassers mit leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) auf.

    Mit dem Abriss der ehemaligen Betriebsgebäude auf dem Gelände der Industriewäscherei Hünerbein in Düren-Gürzenich hat die Sanierung des Grundstücks begonnen.

    Mit dem Abriss der ehemaligen Betriebsgebäude auf dem Gelände der Industriewäscherei Hünerbein in Düren-Gürzenich hat die Sanierung des Grundstücks begonnen.

     

    [Kreis Düren]

    Bevor die Sanierung des Standortes erfolgen kann, muss die Bodenverunreinigung durch weitere Bohrungen eingegrenzt werden. Dafür müssen zunächst die ehemaligen Betriebsgebäude bis auf die Bodenplatte zurückgebaut werden. Der Abriss wird voraussichtlich Ende Februar abgeschlossen sein. Im Anschluss erfolgen die ergänzenden Bohrungen zur Eingrenzung der Sanierungszonen. Die Sanierung des Standortes, die durch den Austausch des belasteten Bodens erfolgen soll, ist für das Jahr 2011 vorgesehen.

    Die Kosten für den Rückbau sowie die ergänzenden Bohrungen betragen rund 275.000 Euro, von denen der AAV 80 und der Kreis Düren 20 Prozent tragen. Die Kosten für die Bodensanierung werden derzeit auf etwa zwei Millionen Euro geschätzt.

    Fragen, Anregungen und Beschwerden zu den Arbeiten nimmt der Kreis Düren als zuständige Bodenschutzbehörde durch seine Mitarbeiter Jochen Ziegon (02421/22-2666) oder Herbert Koßmann (02421/22-2667) entgegen.

     

    Der Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV) unterstützt in Nordrhein-Westfalen Kreise, Städte und Gemeinden: Er saniert auf Antrag der Kommunen Altlastenflächen oder Grundstücke mit schädlichen Bodenveränderungen, wenn zum Beispiel kein Verantwortlicher mehr gefunden werden kann oder wenn dieser finanziell dazu nicht in der Lage ist. Der AAV bringt dabei bis zu 80 Prozent der finanziellen Mittel auf und übernimmt außerdem in der Regel auch das Projektmanagement. Der Vorteil ist, dass er dabei seine vielfältigen Erfahrungen in die Sanierungsmaßnahmen einbringt, die er in den Jahren seit seiner Gründung im Jahr 1988 gesammelt hat.

    Hinter dem AAV stehen im Rahmen einer freiwilligen Kooperationsvereinbarung das Land Nordrhein-Westfalen, die Kommunen des Landes sowie Teile der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Zurzeit wendet der Verband etwa zehn Millionen Euro pro Jahr für Sanierungsmaßnahmen auf. Mögliche Rückflüsse aus Verkäufen sanierter Grundstücke werden dann sofort wieder in Projekte investiert.

 
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